Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 189
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wendigerweise in die Klasse dieser Art Grösse»
(Quantitäten) denn wir haben vom Unendlichen
blos eine negative Idee, weil wir es n^r mit-
telst der Verarmung des Endlichen verstehen;
das Wort Unendlich selbst giebt uns hievon
den Beweis.

Aus allen dem, was wir bisher von der
Art die geometrischen Anfangsgründe gut zu be-
handeln , gesagt haben, können wir schliessen,
daß solche Anfangsgründe nicht das Werk eines
gewöhnlichen Meßkünftlers seien; daß auch selbst
kein Meßkünstler über ein solches Unternehmen
erhaben sei, und daß die Deskartes, die New-
tons , und die seibnitze nicht zu viel gewesen
waren es gut auszuführen. Indessen giebt es
doch vielleicht keine Wissenschaft, worinn man
die Anfangsgründe fo sehr vervielfältiget hatte,
wenn man auch die nicht einrechnet, mit denen
wir noch werden beschenket werden; man kann
auch beinebens noch das bemerken, daß unter
der grossen Menge von Elementarmeßkünstlern
beinahe keiner zu finden ist, der nicht in seiner
Vorrede bald mehr bald weniger Uibels von sei-
nen Vorgängern sage. Immer noch vermißt
man ein Werk dieser Art, was nach jedermanns
Eeschmacke wäre; allein vielleicht ist es auch
ein
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