Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 197
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uothwendigen Analyse den Geist trag, sich wi-
der die Hindernisse aufzulehnen bereit, und eben
dadurch zu Entdeckungen minder geschickt machen
wird; allein wir werden niemals zugeben, daß
Lurch die Analyse die Demonstrationen weniger
streng gemacht werden. Man kann die Metho-
de der Alten als einen krummen, beschwerlichen
Pfad ansehen, worauf der Meßkünstler seine
Lieser Herumführer, und ermüdet; der Zerglic,
Lerer, welcher auf einen höheren Sehpunkt ge-
stellt ist, übersieht mit einem Blicke diesen Pfad ;
es liegt nur an ihm alle die Nebenwege durch,
zugehen um Andre dahin zu führen, und sie so
lange da aufzuhalten, als eS ihm gefällig ist.
Endlich (und dies ist hier dec größte Vorkheil
der analytischen Methode) wie vieleFragen giebt
ep nicht in der Geometrie, die nur durch diese
Methode können aufgelöfet werden? Vielleicht
werden uns hier die Engellander widersprechen,
welche sehr an der alten Methode hangen, weil
sie Newton lobte, und welcher sich ihrer bedien-
te, um dadurch seinen Gang zu verbergen, da
er doch die Analyse für sich selbst benützte;
sollt' es nicht vielleicht diese gar zu grosse Vor.
liebe für die alte Geometrie sein, warum die
Eugellander feit dem Tode Newtons noch nichr
alle die Vorfchrüte gemacht haben, die man
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