Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 202
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ailmahlig miteinander, hütet sich einen einzigen
nuszulassen, und beobachtet alles von allen Sei-
ten, kurz er ist ein Geist, welcher nur Schritt
vor Schrick fortgehet, und sich eher des einen
zu versichern bemüht ist, als er zum folgenden
übergeht. Der Spielgeist ist ein Geist von schneller
Kombinau'on , der mit einem Blick, und gleich-
sam auf eine unbestimmte Weise eine grosse
Menge von Fallen umfaßt, wovon ihm wirk-
lich einige entwischen können, weil er um fo
weniger an Regeln gebunden ist, als er nur
eine Arc eines durch Gewohnheit vervollkomm-
nen Instinkts ist. Beinebens kann sich der
Meßkünstler fo viel Zeit lassen, als zur Auflö-
sung seiner Probleme nothwendig ist; er macht
einen Versuch, ruht aus, und fangt von da
mir neuen Kräften an; der Spieser ist genöthiget
seine Probleme auf der Stelle aufzulösen, und
von seinem Geist in einer bestimmten, und sehr
kurzen Zeit allen möglichen Gebrauch zu machen.
Mau darf sich Demnach nicht wundern, wenn
ein grosser Meßkünstler oft nur ein sehr mittel-
mässiger Spieler ist.
Wir wollen hier keine andre Frage unter-
suchen , die nur einen sehr indireckten Bezug auf
unser Subjekt bat; ob die mathematischen Wis,
sen-
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