Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 210
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/alembert1787bd1/0214
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
210



ten Linie. Man kann demnach das Verhaltniß
der Zeitcheile mit dem Verhaltniß der Theile
desbeschriebenen Raums vergleichen, so, wie
man in der Geometrie das Verhaltniß der Thei-
le einer Linie mit dem von den Theilen einer
andern Linie vergleicht; woraus man ganz leicht
ersehen kann, daß man durch die einzige Anwen-
dung der Geometrie, und des Kalküls ohne Hilfe
eines andern Prinzipiums die Haupteigenschaf-
Len der Bewegung entdecken kann, nach wel-
chem Gesetze sie auch verändert werden mag.
Allein wie kömmrs, daß die Bewegung eines
Körpers entweder dies, oder jenes besondere Ge-
setz befolget? Von diesen kann uns die Geome-
trie allein nichts lehren, und man kann demnach
gleichsam als das erste Problem ansehen, was
unmittelbar zur Mechanick gehört.
Man steht nun sogleich deutlich ein : daß
ein Körper stch nicht selbst in Bewegung setzen
könne. Er kann demnach nur mittelst der Ein-
wirkung (aAiou) einer fremden Ursache aus der
Ruhe gebracht werden. Allein setzt er seine Be-
wegung von stch selbst fort, oder bedarf er da-
zu die wiederholte Einwirkung der Ursache? man
mag hierüber eine Parthie ergreifen, die man
will, so bleibt es doch immer ausgemacht, daß,
wenn
loading ...