Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 230
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/alembert1787bd1/0234
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile

Masse durch das Quadrat der Geschwindigkeit
sei. Im Grunde weiche Bequemlichkeit könnte
auch daraus entstehen, wenn das Maas der
Kräften im Gleichgewichte, und in der verzö-
gerten Bewegung verschieden wäre, indem man,
wenn wir nur nach klaren Ideen raisonniren wol-
len, durch das Wort Kraft nur den Effeckt
verstehen soll, welcher entweder dadurch, daß
er das Hinderniß besiegte, oder selbem wider-
stand , hervorgebracht worden ist? Indessen
muß man doch gestehen, daß die Meinung de-
rer, welche die Kraft für das Produckt der
Masse durch die Geschwindigkeit ansehen, nicht
nur im Falle des Gleichgewichtes, sondern auch
im Falle der verzögerten Bewegung statt ha-
ben kann, wenn man m diesem letzten Falle die
Kraft nicht durch die absolute Quantität der
Hindernisse, sondern durch die Summe der Wi-
derstände dieser Hindernisse selbst mißt. Denn
man kann nicht zweifeln, daß diese Summe von
Widerständen der Quantität von der Bewegung,
nicht proportt'onirt sei, weil nach dem Geständ-
nisse der ganzen Welt die Quantität der Bewe-
gung , die der Körper in jedem Augenblicke ver-
liert, dem Produckt des Widerstandes durch
die unendliche kurze Dauer des Augenblicks pro-
portionirt, und die Summe dieser Produckte
au-
loading ...