Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 242
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Jmpulsionsursache zu bewegen scheinet. Der-
gleichen Gesetze z. B. sind die Gesetze der Schwere/
angenommen , wie es heutiges Tages viele Phi-
losophen glauben, daß diese Gesetze keine Im-
pulsiv« zur Ursache haben. Nach dieser Ver-
mulhung ist es einleuchtend, daß die Gesetze/
wovon die Rede rst. keineswegs zur nothwendi-
gen Wahrheit gehören könnten ; daß der Fall
schwerer Körper die Folge eines unmittelbaren
und besonderen Willens.des Schöpfers wäre;
und daß ohne diesen; ausdrücklichen Willen ein
rn die hust versetzter Körper da in Ruhe ver-
bleiben würde. Es ist wahr, der gemeine Haufe
welcher einen Körper fallen zu sehen gewöhnt
ist, sobald er nicht mehr unterstützt wird, glaur
bet, dieser einzige Grund sei hinlänglich den
Körper zum herabfallen zu bestimmen; allein
dieses Vorurthei! laßt sich ganz leicht durch eine
simple Restepion auf die Seite schufen. Gesetzt/
man nehme einen Körper auf einer wagerechcen
(lioriLvnral) Tafel an; warum bewegt er sich
nicht wagerecht nach der fange der Tafel, da
ihn nichts daran hindert? Warum bewegt er
sich nicht von unten hinauf ? da sich feiner Be-
wegung von dieser Seite nichts entgegensetzt?
Warum endlich bewegt er sich vor jeder andern
Bewegung vorzüglich von oben herab/ indem
es
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