Alembert, Jean Le Rond d' ; Weissegger von Weissenegg, Johann Maria [Übers.]
Des Herrn von Alemberts Anfangsgründe der Philosophie (Band 1) — Wien, 1787

Seite: 316
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ner Anzahl vorhanden, sind sie einfach und licht-
voll, dann weis der Meßkünstler den grossen
Vortheil daraus zu ziehen, und daraus physische
Kenntnisse abzuleiten, welche den Geist befriedi-
gen. Weniger vollkommne Beobachtungen die-
nen ihm oft zum Leitfaden bei feinen Untersu-
chungen, und um feinen Entdeckungen einen neu-
en Grad der Gewisheit zu geben.- manchmal kön-
nen ihn sogar mathematische Naisonnemcnte un-
terrichten , und aufklären - wann die Erfahrung
schweigt, spricht man nur verwirrt: lassen end-
lich die Materien, die er behandeln will, sei-
nen Kalkülen keinen Plaz, so schrankt er sich
auf einfache Fackta ein, deren Beobachtungen
ihn unterrichten ; er nimmt in Ermanglung schar-
fer Beweise seine Zuflucht nicht zu schwankenden
und dunkeln Raisonnementen, weil er sich nicht
mit dem falschen Schimmer begnügt, wo ihm
Las Licht fehlt.
Diese Methode ist es hauptsächlich, die er
in Rücksicht der Phaenomene befolgen soll, über
deren Ursache uns das Raisonnement keine Auf-
klärung geben kann , deren Verkettung wir nicht
einsehen, oder deren Verbindung wir nur sehr
unvollkommen, sehr selten, und nachdem wir sie
in
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