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Allgemeine Literaturzeitung: Supplemente zur allgemeinen Literatur-Zeitung — 1785 (1787)

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https://doi.org/10.11588/diglit.47940#0209
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vom
Jahre
178 5.

Numero 50.

GOTTESGELAHRTHEIT.
H.iuangen, bey Palm: lieber die chrißdche
·*“'* Herzensbejferung, eine Predigt am Bußtage
1784 gehalten von D. IFilh. Friedr. Husnagel. 44
S. 3. (2 gr.)
Der Hr. Vf. hat Psalm XXXIV, 16 - 19. zum
Grunde gelegt; und daraus betrachtet er die Her-
zcnsbflserung des Christen zuerft -nach ihren w-zr/c-
samßen Mitteln und sodann nach ihren felig-
flen Folgen. Jedes der in dielen zwey Theilen genann-
ten einzelnenStiicke, so wie der ganze, dem Text und
dem Tage völlig angemessene, Gegenstand ist eben
so lehrreich als rührend abgehandelt; und wir
können diese Predigt mit allem Recht recht sehr
zum Unterricht und zur Erbauung empfehlen.
Nürnberg und Zerbst, bey Zimmermann:
Antrittspredigt in der Schloß -und Univerfitätskirche
zu Wittenberg am Tage der Verkündigung Mariä,
den 2$ März 1784 gehalten von D. Franz Folk-
mar Reinhard, der Universitätskirche Propit. 1784
4S.gr. 8. (2 gr.)
Das Evangel. Luc. I. 26 - 38, giebt demHn.
D. Gelegenheit, von den großen An falten überhaupt
zu reden, die Gott gemacht hat, Weisheit unter den
Menfchen auszubreiten. Zuerfl beweist er aus den
Eigenschaften Gottes, aus den Krästen unserer
Natur, und aus dem Zeugnisie der Geschichte den
Satz: dass Gott Weisheit und Tagend wirklich
auf der Erde befördere; zeigt alsdann näher, wie
und wodurch er dies thue, nämlich: schon durch
die äussern Umstände der Menschen, durch seine
nähere OHenhahrung, insbesondere durch Chri-
stiun, und endlich durch das christliche Lehramt,
als welches einzig und allein darauf abzwecket,
diese grosse Absicht Gottes zu befördern; und
macht zuletzt eine sehr passende Anwendung von
diesem allen auf das neue Verhältniss, in welches
er von dieser Zeit an mit seinen Zuhörern getre-
ten ist. Wir können diese Kanzelrede nicht nur
als ein Muster einer zweckmäsigen Casualpredigt
angehenden Predigern, sondern auch als eine lehr-
reiche Betrachtung eines gemeinnützigen Gegen-
stands jedem andern Leser, der Belehrung und
Erbauung sucht, mit allem Recht empfehlen.
J. L. Z· 1785. Supplementband,

Hamburg, bey Wörmer: D. Ckriflian Lud-
wig Gerlings , E. E. Ministerii Sen. Past. zu St.
Jac. und Scholarchen in Hamburg, Auszüge aus
feinen Sonntags - Feß - und Passfonspredigten, im
Jahr 1784· Siebenter ss ahrgang. 300 S. 8. (20 gr.)
Des Hm. Vs. Geschicklichkeit in der Wahl
solcher Religionslehren zu seinen ösfentlichen Vor-
trägen,welche denZeit - und andernUmständen seiner
Mitbürger sowohl, als der Fassungskraft seines
vermischten Auditoriums angemessen sind, und
die auf Erweckung und Unterhaltung guter Gesin-
nungen und Entschlielsungen einen eben so sicht-
baren, als wirksamen Einssuss haben, ist schon jtus
den vorhergehenden /sr/w Jahrgängen seiner Auszü-
ge sattsam bekannt. Auch der vor uns liegendejahr-
gang ist seinen Vorgängern an Güte völlig gleich;
und dass er auch hierinne nicht immer bloss bey
dem Allgemeinem liehen bleibe: sondern Öfters
auch auf ganz besondere, dem Menschen sehr wich-
tige Umstände und Verhältnisse des Lebens kluge
Rücksicht nehme, könnten wir mit vielen Beyspie-
len beweisen. Wir rechnen dahin z. B. die~ckr iß li-
ehe Feyer unfrer Geburtstage am Fest Johan. Die
Nachahmung ssefu in der Freude mit den Fröhlichen,
am 2 Epipn. Regeln für Kaufleute, welche fleh in
ihrem Beruf als rechtfchaffene Chrißen beweisen wollen,
am 11 Trinit. u. a. m.
Berlin und Elbing, ohne Benennung des
Verlegers: Zweytes Sendsehreiben des S. S. Abra-
ham Buehzn’s an Obadiah Orthodoxüs Knüppelwitz,
worinnedas alte Gefangbuch über das Neue gar herr-
lich triumphirt. 1784· 63 S. Drittes Sendfehreiben.
1784· 48 S. 8· CB gr·)
Die Absicht des ungenannten Vfs. ist unleug-
bar, durch beißende Satyre das zu bewirken, was
einleuchtende Gründe der Vernunft über einem
Theil der Berlinischen Bürger und ihrer Führer
nicht vermochten. Allein so aufrichtig Rec. im-
mer wünseht, dass der Vf. seinen, an sich gewiss
guten , Zweck erreichen möchte, so wenig getraut
er sich dennoch, diesen seinen Bemühungen um
die gute Sache eines vernünftigen Gottesdiensts
einen glücklichen Erfolg zu versprechen. Ja, es
ist beynahe zu befürchten, dass Leichtsinnige
diese Schrift verschiedentlich mißbrauchen, dar-
D d d aus
 
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