Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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des fünften Buch Mose. i;

Die Anmerkungen haben uns die wenigste Be-
friedigung vcrschafk. Bald eine kleine Prahlcrey
mit esoterischer Lektüre, wie z. E. S. 27. von den
Nebcnstichern; bald eine zwar gute aber längst be-
kannte, und doch mit der großen Miene gesagte An-
merkung aus der alten Geographie, Geschichte,
Gebräuchen rc. bald eine unerwartete dogmati-
sche oder moralische Brühe u. s. w. Hier und da
freylich auch einmal eine Note, die dem Leser die
Augen öfnet, und einen tiefen Blick in das innere
des Schriftstellers thun lässet. Aber, wie gesagt,
selten!
Die Note vom Verdienste, welches Wort
Herr Michaelis in den Anmerkungen S. 21. 29.
sür das hebräische empfiehlt,
und dafür unsre Dogmatiker das leere und schwan-
kende Gerechtigkeit brauchen, hat uns sehr wohl
gefallen. Die dunkle Stelle: „der Mensch lebet
nicht vom Brod allein rc.„ ist auch gut erklärt.
Das schöne Lied Mostö ist größtentheils, wie
die poetischen Stücke alle, die Hr. Michaelis unter
die Hände bekommt, durchwässert/ und in ein düstres
Nachtstück verwandelt worden.
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