Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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Der christliche Diogenes. IZY
„wahren Kirche Christi nicht für Christen erkannt
„wurde,so konnte er nie lange dauern,, wieder eine
historische Lüge! Der Anhang der Jrrlehrer hat oft
Jahrhunderte hindurch gedauert. Und aus solchen ab-
geschmackten Prämissen zieht nun der Verfasser §.48»
die Conclusion: „Wie ich die Beschuldigung der Ver-
mehrung des Wesentlichen in der Lehre Christi von
„andern besondcrn Lehren abgewendet habe, so
„muß ich cs hier in Ansehung der Vergebung der
„Sünden thun, wslche man durch den Mund de-
„rer Diener Christi und seiner Kirche erhält.,,
Und nun geht das Geplauder wieder von forne an.
Christus hat (§. 49.) der Kirche die Gewalt, Sünden
zu vergeben, übertragen, und die Regel vorgeschrie-
bcn, nach welcher stediese Gewalt ausüben soll. Von
dieser Regel (§. 50.) hat sich die Kirche nie ganz
entfernt. „Man hat niemals (§.51.) die Perle
„der Vergebung der Sünden unreinen Säuen
„vorgeworfen. „ —- 0üe!-Folglich
hat die Kirche ( Z. 54.) sich unaufhörlich in dem
Besitze dieses Rechts erhallen, u.s. w.
Nachdem auf solche Art die Iura derSÜnden-
vergeber vertheidigt worden, so macht sich der
Verfasser auch an die Apologie der Ohrenbeichte.
Obgleich (§.6i.) sich jeder Christ die Vergebung
seiner Sünden aus dem göttlichen Worte selbst er-
teilen kann, „so ist eö doch wahrscheinlich,
„(§. 6 r.) daß Christus, als er seinen Gesandten
„die Macht, Sünden zu vergeben, verliehen, ih-
„nen
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