Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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Lessings BeyLräge. 149
Wiffowatius hat Herr Lessing nirgends gedruckt ge-
funden. Daherentschloß er sich, dieselben hier nebst
LeibnitzenS Antworten bekannt zu machen.
Ob nun dieser ausgefundene Schatz von großer
Erheblichkeit sey, darüber lassen wir andere urthei-
len. Der Recenftnt hat sich wenig erbauet, und
er hat nichts daraus gelernt, als daß LeibnitzenS
Antworten, mit Wiffowatius Einwürfen vergli-
chen, viel Sophisterey -—- vielleicht dürfe man
besser sagen: Chikane —- enthalten, deren Blöße
ein ticfdenkendcr Kopf, wie Wiffowatius war, gar
leicht würde haben beantworten können. Indes-
sen wollen wir diesem Geschenke des Herrn Lessing
keineöweges allen Nutzen absprechen. Es werden
ihm immer diejenigen dafür danken, welche bisher
gewünscht haben, LeibnitzenS Antworten durch deren
Zusammenhaltung mit Wiffowatius Einwürfen
verstehen und benutzen zu können.
Die lebhafte und beynahc gar hitzige Apologie
der Leibnitzischen Rechtglaubigkeik,wesicheHerr Lessing
angehängt hat, ist überaus unterhaltend und lehr-
reich. Wir wollen denen zu Gefallen, die sich wohl
um dieses Stücks willen diese Beyträge nicht an-
schaffen dürften, eine Stelle daraus abschrciben, die
allerlcy ganz artige Belehrungen enthalt. „ Mag
,,denn also auch Leibnitz, sagt man, denSocinia-
„ncrn so aufrichtig entgegen gewesen styn, als er
-»will; genug, daß er von der orthodoxen Meinung
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