Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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266 Oetter's Bethlehem.
damit er allerhand Gerüche darinn verwahren konnte.
Ohnfehlbar hat diese Höle cin Gartenhaus oder der-
gleichen verstellen sollen. Ick werde in dieser Mei-
nung dadurch gestärket: Der Prophet IcsaiaS Cap.
XI. mußte die Geburt des Heilandes unter einer
Ruthe oder unter einem Zweige vorstellen, welcher
aus der Erde hervorkommen würde. Es ist bekannt,
warum der Heiland unter einer Ruthe vorgestellt
wird. Aber sollte hiemit nickt auch auf die Ge-
burt des Heilandes in einem Garten gezielt wer-
den? Sollte der Heiland nicht durch seine Geburt
in einem Garten den Anfang zur Büßung der Sün-
de gemacht haben, welche in einem Garten ist began-
gen worden? Sollte sein erstes Haus auf Erden
nicht mit seinem letzten Hause übereingestimmt ha-
ben? Sein letztes Haus war eine in Felsen gehauene
Höle in einem Garten, und war sein erstes nicht auch
eine Höle in einem Felsen? Diese Höle aber ist nicht
von ohngefehr erbauet worden, sondern auf göttli-
chen Befehl. Sie war ganz neu, als sie Maria be-
zog. In einer alten wird der liebe Gott seinen
Sohn wohnen lassen?,, -- Dieß mag genug seyn-
unser Urtheil zu rechtfertigen.
A.
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