Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

Seite: 296
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2y6 Schmidts Gesänge.
der an Herrn Lorenz Benzler zugeeigneten
T>orrede sagt der Herr Verfasser — ein ed-
ler empfindsamer HÜNgllttg, wie es scheint —»
„Es verlohne fich kaum der Mühe einen Wirkungs-
kreis seiner Erkenntniß zu zeichnen, wenn er nicht
den redlichen Vorsatz, für jene Welt thätig zu wer-
den, in sich schließe.,, —- Er wünscht daher seine
freudige Beruhigung in der christlichen Religion
wenigen edlen mitzutheilen. Er hat nach keinen
vorhandenen Mustern gearbeitet. Cramer und
Gellert sind ihm nicht herzlich genug, und da hat er
Recht —- Lavatcrinkorrett und zu mystisch. Diese
beyden Abwege, (wie ers nennt) sucht er zu ver-
meiden, und dem Wunsche populär zu werden,
opfert er jeden Lupus auf. So verstand ich ihn
erst—. allein ich verstand ihn nicht recht: Ermeyn-
te diejenigen Lieder „die die Versöhnung Gottes
und dieBelohnungen guter Menschen jenseit des Gra-
bes betreffen,-- man laufe zu leicht Gefahr,
wo nicht ein Schwärmer, doch wenigstens ein Aus-
seher zu werden. Dem ungeachtet findet man in
dieser Sammlung einige Stücke, die auf das Ver-
dienst einer allgemeincnFaßlichkeitVerzicht lhun.„—
ziemlich weirläuftig bereitet sich der—> unschwär-
nierjsche? Verfasser, in dieser Vorrede zu Ge-
sängen für Christen/ bey Anlaß des letzten Liedes
dieser Sammlung — Triumph des Todes oder
Elegie auf seine Liebe — über Pttrarchs Lau-
ra — und seine fromme unschuldige Liebe zu einem
Mädchen aus! —- guter Jüngling <— auf die al-
lcrbrüderlichste W ise sey's dir ins Ohr geraunt —-
„das
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