Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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ZO4 Der feste Grund, der Wahrheit rc.
wie schon tausendmal geschehen war, daß ein Schö-
pfer der Welt, baß ein Einiger Gott sey, (denn die
Welt stehet in der Vielheit und alle Vielheit hat
die Einheit vor sich her gehen) daß die Welt nicht
von ohngefehr und nicht ohne Plan erschaffen
sey —- <—- (Das Weltgebäude steht in der Zahl
7. mit 7. Planeten gleich als mit sieben Säulen,
Darauf die Weisheit ihr Haus gebauet hat
Prov. 9, i f.) Zweytens: Die bloße Notion
oder Kenntniß, daß ein Sch öpfer sey, seßct schon
voraus, daß ein geschriebenes Wort Gottes
seyn müße. Wahr, aber schlechter gesagt, als
schon manche sehr richtig gesagt haben, daß keine
natürliche Religion wäre, wenn keine geoffcnbarte
wäre. Die natürliche Religion ist wie das Auge
des Leibes, welches das Licht der Sonne auffaßt.
Wäre kein Sonnenlicht, fo wäre das Ange nicht,
und hätte kein Licht. Ohne Offenbarung wäre
die Vernunft auch ohne Licht. Ganz richtig. Oh-
ne Unterricht ist die Vernunft fo wenig als Auge
ohne Licht. Aber warum eben geschriebener Un-
terricht? und warum —- dvch wir können und
wollen nicht alle Schwächen rügen. — Wem
schwindelt nicht, wenn er S. 16.' ließt: unter
den Tafeln Mosis aber, wird Gottes Wort über-
haupt angedeutet: daß es aber zwey genennt wer-
den, deutet an, daß Gottes Wort einen inner»
geistlichen, und äußern buchstäblichen Sinn
habe. Und der Mann will zu verstehen geben,
daß er diese Entdeckung einer befondern Erleuch-
tung zu danken habeDrittens: Ob Gott für
sich
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