Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

Seite: 305
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Der feste Grund der Wahrheit rc. ^o;
sich selbst nöthig gehabt habe eine Welt zu schaf-
fen, oder ob die Schöpfung uns Menschen zum
Besten geschehen sey? Viertens: Ob es Got-
tes Vorsatz und Wille gewesen, daß wir Men-
schen in dieser Unvollkommenheit auf Erden
erschaffen werden sollten? Nicht (behauptet der
Verfasser) ist Adam gegen Gottes Willen in die
Unvollkommenheit gefallen — und doch — dieHi-
storie vom Falle ist eine figürliche Sache! wei-
ter aber erklärt er sich nicht. — Woher das
Besse und die Unvollkommenheit komme? Das
Böse und die Unvollkommenheit ist zu unserm Er-
schaffen nöthig gewesen» Denn das Böse ist ja
doch die Wurzel aller Unvollkommenheit; das
Böse ist also durch Gottes Willen zu einem ge-
wissen Zwecke und Nutzen da, weil Gott in der
Unvollkommenheit vollkommne Crearuren für
die Ewigkeit, nemlich Menschen schaffen wollte. —
Dann ein Lobspruch auf die Manichäer —. und
ein Wehe über die Kirchenväter, die ste verketzert
haben. — Dann — der Teufel ist just nicht
ein kleiner begränzter Geist, wie etwa die Figur
eines Menschen ist. — Es ist eine ganze Natur
auf der ganzen Erde, die aber wieder ihre kleinen
Formen oder Geister in sich hat. Fünftens:
Unser aller Schöpfung und Formirung in der
Unvollkommenheit, setzet die Nothwendigkeit
voraus, daß wir ein Wort Gottes haben müs-
sen. Aus dem Verhältnisse eines Vaters ge-
gen seine Kinder folgt, daß wir ein Gesetz Got-
tes haben müssen. Dreß folgt auch aus der
Theol,Bibl. I.B, / u Ober-
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