Allgemeine theologische Bibliothek — 1.1774 [VD18 90309928]

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auf die Bahrdtischen Vorschläge rc.
her schlechterdings von Gott zu erwarten gewesen
wäre, sich gegen diesen Irthum zu erklären; so
antworte ich, daß Gott in der Religion mehrere
Dunkelheiten zugclassen haL, welche in der Folge
zu den blutigsten Kriegen Gelegenheit gegeben ha-
ben. — Einmal sollte das Llcht nicht zu allen
Zeiten und in gleichem Grade allen Menschen schei-
nen. Sondern es beliebte dem großen Schöpfer,
in der moralischen Welt eben die Mannichfaltigkeit
der Geschöpfe und der Talente hervorzubringen,
durch welche er das Reich der Natur verschönert
hat. Und er wird allen blinden Eiferern für ihre
Schulweisheit einst zeigen/ daß alle seine vernünf-
tigen Geschöpfe von den Hottentotten bis zum Erz-
engel —- zuletzt auf einem Wege zur ewigen Selig-
keit Zusammentreffen.,,
„Ich meines OrtS habe mir immer gegen die
Existenz der Geisterwelt, so weit sie sich auf Erzäh-
lungen gründet, folgenden Einwurf gemacht. —>
Wenn ein Teufel ist, und Gott wollte ihn geglaubt
und gefürchtet haben/ warum hat er nicht die klu-
gen Leute durch Erfahrungen überzeugt? Warum
haben nur immer furchtsame, abergläubische, oder
Leute von sehr lebhafter Imagination ihn gesehen?
Warum erfährt man seine Wirkungen nur immer
im Finstern?,,.
„Von allen Erkenntnissen in der Welt ist der
„rranüms a prucienübus rccl imxericos; hier allein
soll es umgekehrt seyn?

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„Was
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