Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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6 Oackii xroplietae
er mit oleum gab. Hr. D. weiß ja so gut als
wir, daß zu den Bedürfnissen eines Morgenländers
auch Salbe gehörte, womit er, wenn er sich ge-
waschen hatte, sich (so wie seine Gäste) parfümirte.
Wer das nicht that, war eine Sau, und wer es
nicht konnte, ein Bettler. Endlich würden
wir Erfrischungen übersetzt haben.
V. 8. er lessunento obje^o iäciam ut lemirassuas
non mvemac.^ Mit Recht nimmt Hr. D. die Les«
art von den l^XX. und den Syrer an. Aber
mit Unrecht beruft er sich auf Es steht
im Ablativ cingam vigz ejus ec macerie ob-
üruam. Ich will ihnen den Weg verbauen.
So haben cs auch die L.XX. verstanden, welche
t§ie Klagt. Ier. z, 9. schlechtweg
übersetzen. Die folgenden Worte wä-
ren deutlicher, wenn es.hiesse: ucsAressusnonpaceac.
v. 15. calcum 633U exlübicum —Im He-
bräischen sieht der Plural, Das müs¬
sen aufs wenigste 8imuiacra Usalis seyn. Allein ^2
wird im Plural als das Genus gebraucht, das über-
haupt Götzen, oder die Gottheit anzeigt, die ein
Volk verehret, wie aus v. r8. erhellet.
V. 16. Verum enim vero äeincis acl saniorem
menrem revocako—Hr. D. hat die feine Iro-
nie nicht bemerkt, die in diesem Verse enthalten ist,
daher ihm das Schwierigkeiten gemacht hat.
Er glaubt, diese ganze Stelle scy ein Wort des Tro-
stes für das jüdische Volk (welches äußerst gezwun-
gen herauskommen würde) und will deswegen dem
eine besondere Bedeutung aufhesten. Wir wol-
* len
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