Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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Oarküi propker^e ^mores. 17
und letzteres kann jeder Anfänger removircn. Denn
einmal ist es ja aus r Kon. 15, 19. ro. bekannt,
daß die Juden ihren Feinden Tribut zahlen mußten.
Ferner ist es der Analogie völlig gemäß, unter uNi"l
Monat, eben so etwas zu denken, als wir bcy
Luattmber, Römermonaten u. d. zu denken
gewohnt sind.«— Hierzu kommt das zweyte Ar-
gument, welches wir aus dem Worte 'ent¬
lehnen. Das heißt eigentlich der Anthcil an den
Familiengütern, welchen ein Jude hatte. Hierzu
gehörten nun zwar die Aecker auch mit. Aber man
wird doch keine Stelle finden, wo der Acker
heißt, wiefern er Früchte trägt, sondern es bedeu-
tet höchstens einen Acker/ wiefern er Erbguth ist.
Folglich schickt sich schlechterdings nicht hier-
her, sondern der natürlichste Sinn ist dieser: derTri-
dut soll sie mit ihrem Haab und Gut aufreiben.
V. il. lubenrer enim leAarur vana iäola.
Diese Übersetzung ist richtig: allein sie ist auch oh-
ne alle Emendation herauszubringen. Wir glau-
ben nicht, daß ein alter Uebersetzer, wie Hr. D.
meynt, anders gelesen habe. Denn hat ohnsthl-
bar die Bedeutung, loräes, wie bey dem Chal-
däer und Diese Bedeutung hat hier die
Vulgate gewählt. Der Syrer giebt es Es. rz, 10.
ebenfalls Kercu8. Nun ist es bekannt, daß die
Götzen der Heiden in der Bibel mit allerley verächt-
lichen Namen belegt werden, als: 4, 17.^22
Schmerzen, v. i8.si°?p Schande —- ost auch
Dreckgötter. Es zeigt also die Analogie,
daß man auch hier unter IL Koch jene verächt-
Lheob Bibl. n.B. B liehen
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