Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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ns Nelsons Bibel.
ganz unerheblicher Dinge, so wenig vermieden wor-r
den, daß man den Käufer beklagen muß, der zwei)
Alphabeth zu bezahlen hat, wo ihm auf sechzehn
Bogen das nämliche hätte gesagt werden können.
Indessen wollen wir damit dem Werke überhaupt
seinen Werth nicht absprechen. Etz bleibt immer ein
Buch, darinnen viel gutes steht, das den gemeinen
Mann erbguen und den großen Haufen dercrjenigen
Theologen, welche nicht sechsten gelehrte Bibeln
auslegcr stnd, oft nützliche und angenehme Belehr
rungen ertheilen kann. Nur muß die letztgedachte.
Ctasse von Lesern diejenigen Anmerkungen, welche
den Wortverstand betreffen, mir vieler Vorsicht ge-
brauchen, weil darunter gar häusig solche vorkom-
men, die Unwissenheit der Sprachkundc sowohl an-
zeigen, als verursachen. Dahin gehöret z. E. S. 9.
(in einer sonst recht guten, und wahren Anmer-
kung) die Behauptung: daß heute, die Ewigkeit
bedeute, und daß dieses aus Es. 4z, iz. erweißlich
sey. Jngleichen S. 14. die Note. „v. i. Neige
„deine Ohren u. s. w. In diesem Vers kommen
„drey Ausdrücke vor — der erste: Neige deine
„Ohren u. s. w. ist eine allgemeine Bitte, um gnä-
„dige Erhörung. Mit dem andern, merke auf
„meine Bttrachlung (ist elend etymologisier) zielet
„er auf die innere Unterhaltung seines Geistes mit
„Gott, und die damit verbundene verlangende Er-
hebung seines Herzens zu ihm; und der dritte,
„merke auf die Stimme meines Rufens, kann
„von dem äußern Vortrag seiner Bitte verstanden
„werden. Und also stehet hier nichts umsonst.,,
Wer die hebräischen Worte, als Sprachkenner be-
trachtet , wird nie solche Brühen über eirrerleysagem
He Dichterausdrücke Hingießen. Der Asseckt des
Dichters
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