Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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XVurätwem 6;^)lom3rlc3. 121
Rudolph dem ersten an, biö auf den glorreichst
regierenden Kayser Joseph den zweyten, aus den
Urschriften Vorgelege worden. Auch sink die päbst-
liche Indulten, welche zuweilen unverlangt worden,
und in diesem Jahrhundert mehrmalen ein großes
Aufsehen erregt haben, an seinem Orte mit eingerückt.
So kurz auch die Vorrede ist, so wichtig und
gründlich ist dieselbe. Sie zeiget ganz deutlich, daß
die Preces sich lediglich auf Gewohnheit gründen»
Keine ältere als des Kaysers Rudolphs sind noch
zur Zeit vorgefunden worden. Sie enthalten keine
Befehle, viclwcnigcr eine Bedrohung, sondern eine
wahre Bitte. Die erste Urkunde wird von der
zweyten sehr bestärkt. Die Preces des Kayser
Ludwigs aus Bayern sind merkwürdig, da solche
von einer Person auf die andere überschrieben wor-
den. Die angehängte Verzeichnisse der Kirchen und
Pfründen, auf welche der Kayser die Preces ertheilt
hat, verdienen allerdings eine genaue Einsicht. Von
Rudolph dem ersten an bis auf Friedrich den drit-
ten, melden die Preces von keinem päbstlichen In-
dult, welches zum erstenmal, nach errichteten Con-
cordatcn, unter eben diesem Kayser zum Vorschein
kommt, bis auf Kayser Ferdinand den dritten, des-
sen Preces vor dem westfälischen Frieden des Jn-
dultö Meldung thun, nicht aber jene nach dem Jahr
1648. Auch schweigen von solchen Jndult die
Preces der folgenden Kayser, außer Carl dem sie-
benden, wobey annoch zu bemerken, daß die Preces
sowohl als die Jndulten von unterschiedlichem Ge-
halt, mithin nach Zeit und Umständen gegen einan-
der wohl abzuwägen sind. S. zzo. ist eine sehr
beträchtliche Urkunde, in welcher Pabst Eugenius
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