Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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Genaue BeurrheLkmgre. 14z
oft das nicht einmal. Wird er nicht schon die zwey
Winterquartale gnug zu thun haben, wenn er den
großen Dresdner Catcchismus (S. 21.) mit dec
untersten Classe ganz durchgehen, erst die Worte
auswendig lernen laßen, sodann den Verstand da-
von nach und nach erklären, auch durch Fragen und
Antwort bcybringen und einschärfcn soll t' Nämlich
mit der untersten Elaste, in welcher die unfähigsten
Köpfe sind — und das übrige ungerechnet, was ec
noch alles mit derselben in Lesen, Schreiben, Rech-
nen (Kap. 4.) wie in der Folge kommt, vorzu-
nehmen hat. Und wenn er sich nun mit der einen
Elaste beschäftigt, was machen denn indessen die
übrigen ? — Nun geht das auswendig lernen an
S. ri. 22. 24. u. s. w. besonders bekommen die
guten Kinder auf S. 28. 2^9. was auswendig zn
lernen. Warum nicht lieber gleich S. 21. daß den
Kindern durch Fragen und Antworten die Sache
mit den Worten faßlich beygebracht und einge-
schärft werde? — S. 25. „Den Kindern in dec
„obersten Elaste sind . . . noch genauer bekannt zu
„machen.,, Aber eben das sollte in einem Schul-
unterrichte gezeigt werden, wie? — S. 26. In-
dem das eine Schulkind die Fragen laut verliefet,
sollen die andern heimlich nachlesen. Ist das dem
Schulhalter oder den Kindern gesagt?— Auch soll
ihnen immereingeschärft werden (S. 29.) . . .
Kindern! mit Worten eingeschärst werden! . . .
S. ZO. Soll dec Schullehrer oen Kindern nicht
nur das allgemeine Sündenelend, sondern auch jedem
seine besonder» Fehler Vorhalten . . . nach S. Z2.
wohl Acht haben, daß sie aus der Schule stille nach
Hause gehen, auch sonst keinen Unfug treiben, son-
dern in und außer der Schule ... In Wahr-
heit
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