Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

Seite: 179
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Kings Gebräuche und Cerimoliien der re. 179
Dienst des Tages ordentlich dreymal, die Vesper,
die Matine und dieCommunion. Der Dienst eines
jeden Tages, er mag eine Vigilie haben oder nicht,
fängt, wie bey den Juden, mit dem Abend des vor.
hergehenden an. Es sind aber bey diesem dreyfachen
Dienst wieder verschiedene Dienste zusammcngezo-
gen. Bey dem ersten die 9te Stunde, die Vesper
und Nachvesper; bey dem zweyten dasMesonyktion,
die Matine nnd die Prima; bey der dritten die
dritte und sechste Stunde nebst der Liturgie. Das
meiste desteht in Psalmen und Gesängen, welche in
einer Art von Recitativ gelesen werden. Die Ge-
sänge und ihre Abteilungen haben ihre eigene Na-
men, welche hier, nicht immer deutlich genug, er-
kläret werden. Auf diese Einleitung folget nun
die Hauptsache S. 49 - Z94> Die gottesdienstliche
Verrichtungen der rußischgriechischen Kirche, ihre
Agende oder Legende in zween Haupktheilen. Der
erste Theil ^49-172. begreift den regulairen, ge-
wöhnlichen Dienst des Tages, wenn sonst keine be-
sondere Feyerlichkeit einfällt. Es ist aber, was hier
geliefert wird, nur ein Exempel: denn diese Dienste
wechseln alle Tage auch in Stimmen und Gebeten,
daß man ost mehr Zeit braucht zu suchen und zu
finden, was man zu lesen hat, als es würklich zu
lesen. Zum Bcyspiele also hat Hr. King den Sonn-
lag Oktb. z. St. Dionys. Stimme 5. gewählt.
Nämlich jeder Wochentag hat sein eigen Andenken
an die Auferstehung, die Engel u. s. f. darnach rich-
ten sich denn auch die Gebete. Darneben ist eine
Heiligen-Feyer nach dem Calender. Das ist hier
der heil. Dionysius. Die ^te Stimme ist der Ton,
in welchem diese Woche alle Gesänge gehen. Auf
diesen Tag und nach dieser Bestimmung ist nun die
M » ganze
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