Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

Seite: 245
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Das neue Testament—von Schulz. 245
ralisch — ein lateinisch Wort, in einer deutschen Ue-
bersetzung?— Gleich daraufübersetzt er -wc «r
-r-oe -/kr-iT-cer und dann wird alles geschehen seyn»
Ist nicht hier und-/krri'r-«,. offenbar erklärt? —
Und so kann man die ganze Schulzische Ueberfttzung
durchgehen und auf allen Zeilen Proben erklären-
der Übersetzung finden. Wozu nun jenes Gcschrey,
wenn man selbst wider seine angerühmtc Grundsätze
handelt? und noch dazu auf eines so kontrastiren-
de Art. Denn welcher Kenner kann eine solche Mi-
schung von Wörterbuchsübersehungen und erklä-
renden Übersetzungen ausstehen? „Denn ich versi-
chere euch (erklärend) daß eher kein Iota noch
Spitze (wörtlich) von den moralischen Gesetzen zu
verbinden aufhörcn wird (erklärend und gar para-
phrasirend) bis Himmel und Erde (wörtlich) auf-
hören wird (er klärend),,—- Ist nun nicht dieBahrd-
tische Übersetzung reiner, körnigter, verständlicher
und doch eben so treu? „Ich betheure es euch auf
das heiligste-, so lange dieser Himmel über uns steht,
und diese Erde unter unfern Fristen fest bleibt',
so lange wird sie alle Menschen zum streng-
sten Gehorsam verbinden, so daß auch nicht ein
Buchstabe, nicht ein Punkt davon ungültig werde.,,
Ich meyne, das ist des Matthäus Gedanke mit
deutschen Worten. Freylich nach unserm Ge-
schmacks zu gedehnt—- aber doch der wahre Gedan-
ke. Hätte Hr. Bahrdt mehr Präciston (wiewohl
diese mehr im Matthäus und minder in den am
dern Stücken fehlt) er würde ein dreyfach grösseres
tzob bey Kennern sich erworben haben.
Doch cs ist Zeit, daß wir abbrechen.— Man
erlaube uns noch einen einzigen Gedanken über di§
Q g er-
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