Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

Seite: 299
DOI Heft: DOI Seite: Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/allgemeine_theologische_bibliothek1774a/0307
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
299

Revisionen.
fige Erinnerung rc- Welcher Rechtschaffene kann
ohne Betrübniß an diese Schrift denken, die dem
sanften Geiste des Evangelii so zuwider ist, — und
der man es so wenig anstcht, daß sie in den aufge-
klärtesten Zeiten verfertiget worden. Gott gebe, daß
in zwanzig Jahren kein Theologus exisiire, der so
denke, und urtheilel 4) Vermischte Predigten
von Lavater haben des Recensenten Beyfall —<
dessen RaisonncnrentS übrigens ziemlich aus dem
Ermel geschüttelt, und unbedeutend sind. 5) Weil
das Leben des Mag. Sebaldus Nothanker ein
Hausbuch für angehende Theologen ist (wenigstens
Präservative zu gebrauchen) so führen wir es hier in
-er Reihe der theologischen Artickel mit an, und mel«
den, daß der Recensent cs sehr orthodox findet. 6) Er-
st- Jugendjahre Jesu, samt Beylage und Re-
gister zu den drey letzten Lebensjahren Jesu.
Der Recensent ist mit dem Verfasser zufriedener als
wir. Ihm thut die Beantwortung der Frage, war-
um mußte Jesus bis in sein dreyßigsieö Jahr unbe-
kannt bleiben? Genüge; uns nicht. „Eine frühere
Bekanntschaft würde zu Skrupeln und Zweifeln
Gelegenheit gegeben haben., Erstlich woher weiß
der Verfasser daß Jesus in seiner Jugend seinen
Zeitgenossen so unbekannt gewesen ist als uns? Und
zweytens, wie konnte der Eindruck seiner Lehre und
Wunder etwas dadurch verlichren, daß die Juden
ihn in seiner Jugend gekannt hätten? Daß er ein
Mensch war, und armer Eltern Sohn und — d. m.
das wüsten sie ohnehin. Und Specialanckdoten aus
seiner Jugend , die seinem Charakter und Ans Heu
schaden konnten, haben ohne Zweifel nicht cxistirt;
„Oder sollte er, fragt der Verfasser weiter, schon in
seiner Jugend Wunder gcthan haben? Das wäre von
loading ...