Allgemeine theologische Bibliothek — 2.1774 [VD18 90309928]

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Nachrichten. zzz
Ein Brief mit einer Beylage die Errichtung
eines öffentlichen Gottesdienstes der Reformieren
in Hamburg betreffend.
Liebster Freund!
Mit der unsre Gemeinde betreffenden Neuig-
keit, die Sie in der Leidner franz. Zeitung lasen, hat
cö seine Richtigkeit, und ich mache mir ein Vergnü-
gen daraus, Ihnen einen der Wahrheit gemäßen Be-
richt davon mirzutheilen. Sie wissen, daß wir un-
fern Gottesdienst bisher in der holländischen Gesandt-
schaftekapclle abwartetcn. Wir würden uns auch
fernerhin damit begnüget haben, obgleich der jetzige
holländische Minister, Hr.Hogüer, auf die Erbauung
eines neuen Wohnhauses dränge. Allein einige
Glieder unsere edeldenkendcn Magistrats forderten
uns durch einen Wink auf, um die Uebung unsers
Gottesdienstes unter dem Schutze der Stadt anzu-
halten, mit der beygefügten Versicherung, daß man
uns allem Ansehen nach willfahren würde. Wer
hatte auch in so aufgeklärten Zeiten, als die unsri-
gen sind, das Gegenthcil mit Grunde vermuthen
können? Es war also ganz natürlich, daß wir
uns jenen Wink zu Nutze machten, und eine Bitt-
schrift eingaben. Das Rachscestsgium willigte oh-
ne Bedenken in unser Gesuch, und entwarf ei-
nen Revers, den wir, wenn die Sache Lurchgegan-
gen wäre, unterzeichnet haben würden. Nach die-
sem Reverse sollten wir r) die Oberaufsicht des
Raths über unsern Gottesdienst, und dessen Ins cir-
ca 8asra, nebst allen dahin gehörigen Rechten , an-
erkennen. 2) Sollten unsre Prediger von uns ge.
wäblct, und von dem Rache consirmiret werden, g)
Sollten die Proclamationen aus Nachsicht in rmsi-em
Bett
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