Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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48 Baftdows Vermächtnis;
schenseclen bevölkerte,wie kommt e§,daß diese beste,
wohtthärigste und he-zcubezwingendeReligion Je-
su, so bald ausgehörk hat dem Erdboden nützlich zu
scyn, und solche Wirkungen hervorzudringen,
deren Grösse und Allgemeinheit ipso ia-W ein
Beweis wäre, baß keine Art Menschen besser, tu-
gendhafter und glücklicher seyn können, als die
Christen?„
Damit endlich einmal dieses grosse Rathsel aufgelöst
und alle etwas vermögende Menschen mit einem
heiligen Eifer belebt würden, dem reißenden Stroms
gemeinschaftlich entgegen zu treten, allen mit dem
ehrwürdigen Namen der Orthodoxie bemäntelten
Aberglauben, Pfaffcnstolz und Priasterbckrug auszu,
rotten, und— durch Verstopfung oder Ausfegung
jener drey Quellen des Abfalls, Jesu Christo seine
Rechte, dem Evangelio seine Ehre und den Erdbe-
wohnern ihr verlohrneS Paradies wiederzngeben.
Und so lange das nicht geschieht, ist alles bisherige
Flicken und Bessern umsonst. Das Ganze ist
einmal der Welt zum Abscheu und Aergerniß gewor-
den. Also ist cs am besten, man reisse den ganzen
alten Plunder nieder und führe mit Beybehaltung
der gmctt Materialen von dem alten Hause einen
neuen Van auf— (System—Liturgie und— Er-
ziehungsmethode—) in welchem Gottes Ehre woh-
ne, Güte und Treue einander begegnen, Gerechtig-
keit u.^d Friede sich küssen!
Doch wir kehren zu unserm Schriftsteller zu-
rücke. Der Hauptgrundsatz, den H. Basedow an^
nimmt, UNi) auf dessen Befolgung die Iiückkchr der
Menschen zur besten Religion beruhen soll, ist dre-
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