Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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für die Gewissen,
sce: „Es muß vor allen Dingen die natürliche
Religion mehr in Aufnahme und Ansehen gebracht
werden.,,
„Die Heilung unsers Jahrhunderts, heißt es
Th. i. S. i c>. f.f., ist unmöglich durch neuen Aber-
glauben, unmöglich durch Zwangsmittel für väterli,
che Meynungen, welche die junge vornehme Welt
abgelegt hat..,
„Meine Brüder, wie sollen wir gegen diesen,
alle menschliche Wohlfahrt nmstürzendcn Sturm be-
stehen? Wo sollen wir die Hofnung, daß es unfern
Kindern erträglich ergehen werde, vor Anker legen ?„
„Wir müssen machen, sagt die Geistlichkeit der
Christen, daß der Glaube ans Christenrhum wieder
durchgängig eine häusliche und gesellschaftliche Sitte
der vornehmen Stände werde. Verzeiht mir, Ehr-
würl ige, daß ich euch einmal im Namen der Nicht-
christen aalwsrte:,,
Wie denkt ihr das anzufangen, ihr lieben Geist-
lichen ? Auf unsre Hülfe werdet ihr doch wohl kei-
ne Rechnung machen. Und wir, wir gelten nicht
wenig an Höfen; wir denken M...N unter unfern
Mirbrüdem zu haben; von uns ist immer die
Hä'fre der Rathsglieder; wir commandiren
fast alle Besatzungen. Träumet nicht länger von
Inquisitionen,verlaßt euch nicht mehr auf eidliche
Versprechungen, auf das Evangelienbuch, wenn der
Inhalt des Eides ist, daß wir Unmenschen seyn,
und die Dißidenten oder Nichtchristen verfolgen sol,
len. Kurz auf unsre Hülfe macht keine Rechnung.
ThLol. Lils!, m. B. D Denn
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