Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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62 Zckultenlu dommemgrius.
gen brachte. Und daher kam es, daß er bey der Er-
klärung eines Schriftstellers seinen Lesern so viel zu
sagen hatte, daß man oft mit ihm in dem Strome
seiner auSgeschütteten Vorräthe hätte ersaufen mögen.
Herr Vogel hat also recht wohl gethan, daß er
die geilen Ausschößlinge seines Schriftstellers ein we-
nig beschnitten hat. Und wir wünschten, daß es noch
häufiger geschehen wäre. Denn sicher konnte dem
Käufer noch ein Drittel vom Alphabete erspart wer-
den, wenn H. Vogel erstlich die RäsonnementS, wel-
che nicht eigentlich philologisch oder kritisch waren,
mehr zufammengezogen, und zweyttntz manche trivia-
le Anmerkungen fz.B. daß 21^2 hu^re, von NO
u. ZM'» herkommt, S.49O) und unzählige solche unbe-
deutende Dinge weggcwyrfen hätte.
Die Zusätze des Herausgebers sind nicht alle
von gleichem Werkhe, viele betreffen die Lesart der
alten Übersetzungen. Diese hätten fast alle wegblei-
Len können. Denn wem nutzet es, hier und da zu
hören, wie der Syrer und die I.XX. gelesen haben,
und dann die kurze AnMrkung dabey zu finden: Kaee
1eöl!c> mZioreMoss lrsiiä praeferencis? wollte Herr
V. sich einmal auf die Lesarten der alten Versionen
Massen, und sich begnügen, sie nur anzugeben, sir
mußte er sie vollständig geben. Alsdann war .seine
Sammlung ein wahres Verdienst. Wollte er aber
nur hier und da eine Variante anführen, so mußte
er einen kritischen Gebrauch davon machen/und sie
mit Räsonnement begleiten. Aber nur eine oder die
andere Lesart-anzeigen und sagen sie gefällt mir oder
gefällt mir nicht, das kann keiner Art von Lesern
«m Dienst s-yn.

Brauch-
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