Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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68 Andachtöübuttg.
Tändeleven — oder des etwas an sich habe. DerAus-
druck ist r in und edel, und der Inhalt wichtig, er-
wecNiä) und nahrhaft. U:d so verdient diese Samm-
lung immer unter den guten und schätzbaren Pros
dueten unsers Jahrhunderts mit gencnnt zu werden.—>
Sollten wir ihr das Lob der Vollkommenheit beylc-s
gen, so müßte sie noch drcy Eigenschaften Haden —>
mehr Mannigfaltigkeit des Inhalts — einen noch
höhern Grad von Leichtigkeit und Popularität als
sie schon hat— mehr Wärme und Begeisterung.
Das letzte fehlt unfern meisten, auch guten, Ge,
betbüchern. Man kann sie lesen ohne gerührt, ohne
hingerissen, ohne im Lesen selbst begeistert und mit
Andacht, mit Lust zum Beten erfüllt zu werden.—
Erweckte doch Gott einmal ein Genie, das mit All-
machrsgewalk über die deutsche Sprache und mit wah-
rer Gottesfülle sich ergösse, und für seine Mitchri-
sien Gebete verfertigte— Gebete, wobey auch der
Einfältigste m einem Augenblicke denken, verstehen
und— fühlen— brennen— weinen— könnte.
Aber leider sind unsre größten Genies'gerade die lau-
sten Christen — die von jedem Gegenstände entflammt
werden können, nur nicht —— von ihrem Gott,
und —ihrem Erlöser.
B.

XXIX,
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