Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Sammlung gottesdienstlicher Lieder. 8 l
Flamme.,, Wenn würden wir mit der Anzeige aller
dergleichen Stellen fertig!
Einige Veränderungen sind eben nicht schr
glücklich ausgefallen. Der v. z. in Wer weiß wis
nahe mir mein Ende,heißt sonst: „Herr,lehr mich
stets mein End bedenken, und wenn ich ernsten sto-
ben muß, die Seel in Jesu Wunden senken, u.s.w.
In der revalschen Sammlung ist die zrveyte Zeile
also geändert: und laß mich eh ich sterben muß/
die Seel u. s. w. Ein wenig besser ist die Verän-
derung im v. 6. anstatt darein ich mich sestqläubig
winde, heißt cs hier: darein (darin) ich die Ver-
söhnung finde. In Liebster Vater, ich dein Kind,
war freylrch der Ausdruck v. 9. sehr auffallend: will
der schwarze Höllenmann dich zur Rach anflam-
men; aber was ist durch folgende Veränderung ge-
wonnen : will dich wieder (wider) mich Satan
auch zur Nach anflammem Kann und darf das
der Satan?
Gefallen hat es uns, baß in Kyrie Eleison oder
der Litaney des Türken und Pabstes und deren der-
meyntlichen Gotteslästerung, grausamen Mordesund
Unzucht gar nicht gedacht wird. Auch würden wir
es loben, wenn alle dunkle Ausdrucke durch kurze
Noten wären erklärt worden, wie bey dem Liede
Tröstet, tröstet meine Lieben unter dem Worte Rit«
terschaft die Note steht: beschwerlicher Gottes-
dienst; doch gestehen wir, daß aller vorgenommenen
Veränderungen ungeachtet ebendasselbe Lied für die
öffentliche Erbauung nicht ist, weil die darin vorkom-
menden prophetischen Ausdrücke dem grossen Hau-
fen ganz unverständlich sind^
Tyco!. Lib!. M. B. F

Auch
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