Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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l'keoIoAM OoAmatico - ?olenuca. 9 r
zielt er etwa mit dieser beygebrachten Polemik auf die
?grre lll, cap.III. auf einigen Blättern beygefügten
aäuerlariorum.
Seine KIKorla 6oKM3rum könnte auch wirk-
lich bey aller Kürze weit genauer und körnichrcr
seyn. Dabey hat sie noch den Fehler, daß ße H. S.
getheilt hat. Denn erst hat er den meisten lock ei-
ne lüllorjam cloAnoacum bcygefügt, die blos aus den
Patribus geschöpft ist, und denn im dritten Theile,
sppenclicis joco, eine andere ex concilik ecclelias
ckrillignae ec clecrecis ?onriücum , und zwar nach
den Jahren. Und nach unserm Erachten sind nicht
blos die Kirchenväter, sondern auch und vornehmlich
die Loncil'is und L^mbolrr die Quellen, daraus die
lulloris 6o§macum geschöpft werden muß. Denn fe-
uer ihre Schriften enthalten oft nur die Meynung
eines einzigen Privatlehrers, dieses aber sind öffent-
liche Schriften und zeugen von der allgemein her r-
schenden Lehre, Aber aus diesen Quellen eine kurze
brauchbare Geschichte der Glaubenslehren zusammen
zu setzen, das kostet einen Jahrelang anhaltenden
Fleiß und setzt philologische und kritische Kenntnisse
voraus welche — einen eignen Mann erfodern.
In dem Vortrage der Glaubenslehren selbst,
sieht man es dem H. V. gar sehr an, daß er ein Mann
ist, der hie und da selbst denkt, der die Fehler der ge-
wöhnlichen Systeme kennt, und oft recht innigliche
Antriebe fühlt, aus dem Gleise zu treten um seines
eignen Weges fortzuwandcln. Aber es fehlt ihm
an Muth und Entschlossenheit, dem Lichte der Däm-
merung (denn mehr ists heutzutage noch nicht, was
Pir haben) männlich und standhaft zu folgen. Da-
her
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