Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Kleinere theologische Schriftett. 28z
die Tauft os-f von denen zu verstehen seyn
sollte, welche sich erst spät und oft kurz vor ihrem
Ende taufen lassen, wie Constantin der Grosse, von
dem cs Eusebius 4,6r. erzählt. Denn zu geschwei-
ge», daß die Erklärung von durch
,,proprer corpora inm kere encc<ira er morri prop'm-
hlui,, an sich hart und gezwungen zu seyn scheint,
so ist es auf keine Art zu erweisen, daß die Auf-
schiebung der Tauft schon zu Pauli Zeiten gewöhn-
lich gewesen.
XI. -
Das leipziger Pfingstprogramm ist überschrie-
ben t Lumma religionis (chMi nb ip,so craciim Io.
6. So lehrreich und gründlich wir einzelne Stel-
len dieser kleinen Schrift gefunden haben, so wenig
können wir mit dem H. V. in die Erklärung der
Hauptworte: i-ov-ro i-s 7-0^ <9§si/ x. ein-
stimmen. Er übersetzt sie: „darinnen besieht dec
Dienst des wahren Gottes, daß ihr glaubet u.s.w.„
Uns dünkt die wahre Bedeutung des Worts k^sv
ganz verfehlt zu seyn. I'^v Isov heißt, selbst in
denen Stellen, die der gelehrte H.V. zum Beweise
seiner Mcynung anführk, allemal das Geschäft, das
wir entweder im Dienste des wahren Gottes auerich-
ten, oder welches Gott selbst durch seine Gesandten
auszuführen beschlossen hat: niemals aber der Dienst
und die Verehrung des höchsten Wesens selbst.
Und im N. T. heißt Aeeu allemal und ohne
Ausnahme das Geschäft, dessen Ausführung Gott
seinem Sohne übertragen hat. Folglich werden di.e
Worte-rovT-o-^x.-r.-^. so viel heissen müssen: „das
größte Werk Gottes, dessen Ausführung mein Va-
ter mir übertragen hat, ist dararrf gerichtet, daß ihr
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