Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Kleinem theologische Schriften. 195
Gottes äußere, um diese Einrichtung zu erhalten,
daß die Gottheit allezeit gegenwärtig und allezeit an
allen Orken thätig sey, und daß ihre Thätigkeit bey
jeder Bewegung der Ursprung der Bewegung und
die wahre Quelle aller Kräfte und Gesetze sey, wel-
che in der materiellen Welt Platz finden — Dieses
ist aus den Gesetzen der Bewegung, dabey mau doch
an den ersten Beweger denken muß, erwiesen, aber
zu sehr metaphysisch und zu wenig populär, auch
nicht bestimmt, genau und vollständig genug. Die
Begriffe des Verfassers vom Körper, Materie und
Bewegung sind offenbar Cavtcstanisch und, unserer
Einsicht nach, unrichtig. Doch will er nach S. 44,
nicht das Ansehen haben, als ob er alle und Be-
wegung sogleich einer urrmitt-i baren Wirkung Got-
tes zuschreihen wollte. Er w''l! nur, daß man end-
lich auf Gott, als die erste Ursache der Bewegung
zurückkomme. Denn, sagt er, cs ist eine kleine und
verächtliche Philosophie, welche die Gottheit vor un-
fern Augen verbirgt, die ihn von der Welt ausschlicßt,
oder sich nicht in Dankbarkeit und Anbetung gegen
ihn, als den Schöpfer, Erhalter und Regierer aller
Dinge endigt. Von der Ordnung und Schönheit
der Körperwelt schließt er auf die angemessene und
zugepaßke Regierung der Eeisterwelt. S. 46—
50.
Der z. Abschnitt von der Art, wie die Vorse-
hung verwaltet wird. Herr P. nimmt einen solchen
Einfluß Gottes S. 56. an, der den freyen Handlun-
gen des Wesens nicht nachlhciiig ist, der ohne Un-
terschied angewendet wird, um jede Begebenheit zu
hindern, welche gehindert werden sollte, und um voll-
kommene Ordnung in der Welt hervorzubcingm.-—
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