Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Kleinere theologische Schriften. 197
Schöpfung war eine Handlung Gottes, nach welcher
er machte, daß etwas, das nicht war, zu feyn ansicng.
Auch ist die Erhaltung von der Regierung nicht ge-
hörig unterschieden, auch nicht ordentlich, nicht deut-
lich, gründlich, und unterscheidend genug gesagt, wie
Gott die Welt durch den Lauf der Natur, durch die
Engel und durch unstchtbare Wunder der Vorsehung
regiere.
Der 4.Abschnitt von den Einwürfen widerldie
Vorsehung. Ein großer Theil der Einwendungen
würde wegfallen, wenn man bedächte 1) daß die
Wirkungen der Regierung und des Einflußes Got-
tes unsichtbar sind, und sich selten unterscheiden und
ganz besonders wahrnehmen lasten; welches mit
verschiedenen schönen Beyspielen von einer geschla-
genen Schifsfiotte, von einem Erdbeben, von der
Erhörung des Gebets, daß man in der Untersuchung
der Wahrheit nicht irren möchte^ erläutert wird;
2) wenn man bedächte, daß die Vorsehung nie den
Werth der Thäugkcit rechtschaffener Wesen aufhe-
be, oder der Frcyheit des Menschen nachtheilig fey
und Loch alles regiere, einschränke, hindere oder zu-
laste, wie es etwan ihre Absichten erfordern. Hier-
auf werden die Einwürfe beantwortet, die von dm
natürlichen und moralischen Unordnungen und Ue-
beln pflegen hergenommen zu werden. Diese ganze
Beantwortung aber, in der wir viele Dunkelheit, meta-
physische Subtilität, oft auch nicht richtig genug Ge-
sagtes, doch auch verschiedene vortrefll'che Anmer-
kungen gefunden haben, ganz nachzulesen überlassen,
damit wir in der Recension einer so kleinen Schrift
nicht gar zu weitläuftig werden.
N z Dsr
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