Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Revisionen. 229
rr-opi. Wir Mochten das eigentliche Wort hören,
das unter diesen rrvpis siegt. Was körperlich res
gieren, leiten und lenken ist, weiß man. Was heißc
aber einen Verstand regieren, lenken, leiten? Wie
wird ein Verstand regiert? Und so ist es auch mit
dem bewahren. Was ein Haus, einen Garten, Ge-
fangenen, Schatz bewahren heißt, das weiß man.
Aber, wie wird ein Verstand für Jrrthum bewah-
ret ? Wir sind versichert, daß das bey den meisten
lauter Remiens ist: und das geht mit den tropi-
schen Ausdrücken nun so. Man denkt, man verste-
he das Wort, weil man den eigentlichen Verstand
weiß: wofür doch die rechte Logik sehr warnet.-—.
Darüber hat nun der H. D. auch kein Wort gesagt.
Wir aber sagen, dieses Regieren und Bewahren ge-
schieht nur durch lehren und ist lehren. Das Leh-
ren aber geschieht durch Worte dessen, der da leh-
ret, sie mögen Nun gehört, oder nur gedacht werden.
Und das sagt die h. Schrift klar: Leite mich in
deiner Wahrheit: sagt David. Wie? Lehre mich
Pf.rs, Der (Geist) wird euch in alle (in die
rechte, reine) Wahrheit leiten, wie leiten? denn er
wird nicht von ihm selbst reden, n. s. w. Eine an-
dere Art vom regieren und bewahren möchten wir
hören. Also ist die regierende Eingebung eine leh-
rende ? und sie lehret durch Worte: und so macht
es auch die bewahrende: sie kann es nicht anders
macken. Und da haben wir gleich den alten Begriff
von der Eingebung.., Das ist nun wahrhaftig zum
Achselzucken. Erstlich thut H. E. als wenn die Ver-
theidiger jener Hypothese Dummköpfe gewesen wä-
ren, die bey ihrer Regierung und Bewahrung nicht
einmal einen bestimmten Begriff gehabt hatten.
Aber wie, wenn sie den gewöhnlichen gehabt hät-
P Z ten,
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