Allgemeine theologische Bibliothek — 3.1775 [VD18 90309928]

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Revisionen. 26)
ner schon aus dieser Schrift abuehmen werden,
daß es ein Mann ist, der manche unsrer heutigen
theologischen Facultäten aufwiegt— ohngeachtet er
als ein Geistlicher an einem kleinen Orte halb in ok-
scuro lebt. Aber das ist die Frucht von der noch
leider fortdaurenden Gewalt der hyperorrhodopen
Marktschreyer, daß manche vortrestiche Männer, de-
ren wir weit mehrere kennen, sich stille halten und
ihre Talente vergraben müssen, blos aus Furcht un-
ter dem eisernen Zepter des Gewissenszwanges zu
erliegen. — Wir trösten uns indessen mit der Hoft
nung, daß unser lieber Bruder Tod diesen Klcgen
binnen iO. und ro Jahren ein Ende machen werde.
4) Seilers, Predigten— erste, zweyte Samm-
lung— werden sehr empfohlen, und mir Recht. 5)
Walchs Grundsätze der zur Kirchenhistsrie des
N. T- nöthigen Vorbereitungslehren und Bü-
cher. Dieser Litterakor war zu freygebig. Es ist
gutes und schlechtes, vollständiges und unvollstän-
diges unter einander. Studenten müssen confuS
werden. Es ist also blos etwa als ein Handbuch
zu brauchen, in welches man die neuere Litteratur
sich nachträgt. 6) Semlers Abh. von freyerUn-
tersuchung des Canon. Dritter Theil» Das all-
gemeine Urtheil können unsre Leser schon vermuthen.
Wir setzen nur die Schlußworte der Recenston her:
„Man hat nicht Ursache (über die Ableugnung See
Theopneustie in manchen, besonders historischen Bä«
chern alten Testaments) ein so grosses Geschrei) zrr
machen, weil doch die Religion nichts verlieren wür-
de, wenn auch diese Bücher nicht unter die gehörten,
welche aus göttlicher Eingebung geschrieben sind.
Denn sie verlöhre auch nichts, wenn sie gar nicht
epistirte.n.,, 7) Lpeeimen exerLULrisimm crinca-
rum,
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