Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

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AnLipapistisches Journal.
meines Proselyten enkgeqen gesetzt hatte! Nun sieht
man freylich, daß gut Ding Weile haben will.,. Ist
das wol der Ton in dem ein lutherischer Doctor Theo,
logia sprechen darf, wenn er bey Achtung bleiben will?
Und wir versichern unsre Leser, daß eö hundert weit
unanständigere Stellen in diesem Buche giebt, als die
obige ist. Allein wir wollen dies ganz bey Seite se-
tzen, und auf den Inhalt ;ehen.
Der ?. Merz hatte ihm elngewendet, daß die
Katholiken ihre Heiligen nicht anbereten, sondern nur
verehrten, und daß die Namen Zuflucht, Beschützer,
Norhhelftr, Mittler, mehr nicht sagen wollten als
die Titel: Docwr, Magister, Herr, Lehrer. Herr
Fidler will ihm dagegen beweisen i) daß die Papi-
sten diese Namen bey den Heiligen wirklich in eben dem
Verstände nehmen, in welchem sie sie Christo beylegen,
und daß 2) dieses der göttlichen Ehre und der gesun-
den Vernunft zuwider sey. Er führet daher in Ab-
sicht auf den ersten Punct Stellen aus dem Loncilio
Iriüem'mo an: „iacer6o8 (8anciorum)
imylorar, ur ipü yro nvbis 6i§nenmr in
coelis, Quorum memoriam facimU8 in rcrris —>
8gnöioS) cum Lbristo reZngntes, — bonum grcgur
unlc eli'e, — und ferner
Stellen aus ihren Gebeten: an Maria:,, bey dei-
nem Sohn mir Gnad erwerb, daß ich in keiner Tod-
sünd sterb — an den Schutzengel: „ 0 heibger
Schutz ngel mein, laß mich dir stees besohlen seyn;
in allen Nöthen steh mir bey, und halte mich von
Sünden frey „— an alle Heiligen: „0 ihr Freun-
de Gottes allzumal, helft uns aus diesem Jammer-
thal, wir bitten euch durch Christi Blut, erwerbet
uns das ewge Gut. „ Alle dergleichen Süllen nun
Lheol. Lidl. iv. L. I hält
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