Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

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2y2 De proeeüiOne 8^irlw8 8an6>i.
rhecen zu Oxford/ Cambridge und London nutzte,
mit dem festen Vsrfftze, zur rußischen Kirche über-
zugehen , wenn ec sich von der Wahrheit ihrer Lehre
überzeugen könnte. Ec reiste weiter nach Frankreich
und Italien, und hoffte ruffsche Gesandte oder Kauf-
leute anzutreffen, aber vergeblich. Daher gicng er
weiter nach Warschau, und kam endlich nach Wilna,
wo er einen rußischen Priester antraf, der ihn an
den Erzbischoff von Czernichow empfahl, von dem
er auch sehr wohl ausgenommen wurde. Bald dar-
auf legte er sein Bekenntniß ab, und commum'cirtc
hernach im Kloster. Nun trat er in die Dienste des
Herzogs von Klein - Reußen, bey welchem ec allem
Ansehen nach einen Ingenieur verstellte. Er siudir-
te aber daneben immer, so viel er konnte, und schrieb
insonderheit diesen Tractat, von dem AuSgauge des
heiligen Geistes, und noch einen andern, worinn er ei-
nen Jesuiten wider e -c - der die Mcynung der Latei-
ner hierin« behauptete. Das übrige von dem Leben
des Zörnikow ist im Du klcn; soviel aber gewiß,
daß er zu keinem Ansehen gekommen fey, und er
scheinet endlich als em rußischer Mönch gestorben zu
feyn.
- Seine Schrift ist in 7 Abhandlungen oder Bü-
cher cmgetheilet:
1. Soll erwiesen werden, daß man in der orientali-
schen Kirche zehen Jahrhunderte hindurch gewöhn-
lich geglaubt, und öffentlich gelchret habe, Laß
der heilige Geist allem vom Vater ausgche.
2. Wie der orientalischen Väter Schriften, hier,
inn durch die Lateiner und latinistrende Griechen,

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