Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

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L l 6 Abhandlung von der heil. Schrift,
machung der Lehre Jesu gegeben worden sind. Diese
Verheißungen werden §. 27. angeführt, und daraus
geschloßen, daß auch die übrigen Bücher des N. T.
göttl Ursprungs seyn. —- Aus der Göttlichkeit des
N. T. wird denn die Göttlichkeit des A. §. zo. erwie-
sen. Der Beweis ist aus denjenigen Zeugnissen
Jesu und der Apostel hergenommen, in welchen sieden
Schriften des A. T. einen göttlichen Ursprung beyle-
L n z-E. Joh 5,Z5>. rTim.z, 16. 2 Petr. 1, 20.
21. Hier wird Hr D. Semler widerlegt, welcher,
in seiner Untersuchung des Canons, meynet, Jesus so
wenig als seine Apostel hätten alle Bücher, die dis
Juden daznmalfür göttlich gehalten, auch für göttl.
erklären wollen; sie hätten sie nur darum angeführt,
weil sie die Juden als Eckcnntmßguellen in der Rctü
gion angenommen t die ersten Christen aber, die ur-
sprünglichJuden gewesen wären, hatten ihre alte jüdische
Meynung von den göttl. Büchern mit in die christl.
Kirche gebracht. Daher fty ein unterschiedlicher Ca -
non entstanden; einige hätten den hebräischen, ande-
re den griechischen oder alexandrinischen angenom-
men. —' Hier müssen wir bekennen, daß uns der
Vcrf. am wenigsten Genüge gethan hat; so wenig
wir sonst diese Semlerische Hypothese ohne Ein-
schränkung für wahr halten. Wenigstens muß Hr.
Schubert, und alle die auf seiner Seite sind, bey dem
Punkte verlieren, daß Christus den ganzen Canon
des A.T approbirt hätte»
Im zten Hauptstücke wird von der göttl. Ein-
gebung oder Inspiration gehandelt. Der Hr. Vcrf.
hat, wie er auch selbst.erinnert, die gewöhnliche Leh-
re der Kirche beybehalten; daß ncm.'ich Gott sowohl
Sachen als Worte den heil. Schriftstellern cingegc-
ben
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