Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

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Heittgeö Jahr. 2; l
die wie nur auszugsweise liefern: jedoch wörtlich.)
Der H. Sebastian harte seine Geburtsstadt zu Nar-
bona — ward Hauptmann bey dem Kayser Diokle-
tian, unter der Garde— hielt anfänglich seine Be-
gierde zum Märtyrerthum unter dem Soldatcnrocke
verborgen. —> Er stärkte mit wunderbarem Erfolge
die, welche unter den Martern wankend wurden.
Das ward endlich ruchtbar. Sebastian geht zum
Kayser und bekennet, frcy, daß er ein Christ fey.
Diokletian läßt ihn an einen Pfal binden und mit
Pfeilen auf ihn schiessen. Das geschieht. Jeder-
mann hält ihn für rodt. Seine Frau trägt ihn nach
Hause, um ihn zu begraben? Aber siche, Sebastian
lebt. Er eilt sogleich wieder vor den Kayser —-
der ihn nunmehro so lange mit Stecken schlagen läßt,
bis er stirbt.— Sebastian liegt in Rom zu den Füs-
sen Petri u. Pauli begraben. Er wird von der ganzen
christlichen Kirche als ein besonderer Patron wider
die Pest angerufcn: (warum? weiß der liebe Gott:)
wie sie denn schon vielfältig dessen Hülfe erfahren
hat. „Lehren,, i. Es ist gut wegen Gott dicMar-
ter —- ausstehen; zuZeiten aber ist es besser sich die-
ser entziehen, um Gott und dem Nächsten noch län-
ger dienen zu können. (Ich meyns auch.) 2. Es ist
gut für seine Seele sorgen; es ist jedoch besser —-
für anderer Seelen rc. g. Es ist gut durch Seba-
stian, diesen großen Heiligen, wider die Pest des Lei-
bes, noch besser aber ist es, wider dis Pest der See-
le, d.i. wider die Todsünde bewahret werden,, Noch
eins.
„ Auf das Fest des heil. Bischoffs und M.
Blasii und der übrigen heiligen Norhhelfer in den
grossen Nöthen. (Erste Rubrik) Wer von heiligen
P 4 Got-
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