Allgemeine theologische Bibliothek — 4.1775a [VD18 90309928]

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Heiliges Jahr.
Gottes gar keine Nachricht hat (S. ri.) der hat auch
gemeiniglich zu ihnen wenig Andacht und Vertrauen.
(Ich dächte gerade das Gegcntheil. Wer nichts von
den Leuten weiß, macht sich vielleicht grosse Begriffe
von ihnen, und Hoffer herzhaft. Wer aber derglei-
chen Histörchen hört, wie hernach folgen, der merkt
leicht, daß er zum Narren gehalten wird, und hoffet
nichts mehr.— In der Thar sind solche Bücher, wie
dieses, für vernünftige Menschen das beste und sicher-
ste Präservativ gegen die Versuchung Katholisch zu
werden.)— Zu diesen Heiligen sollen wir vor allen
andern fliehen , weil sie von der christlichen Kirche
als allgemeineNokhhelfer—- angerufen— werden,
i. Unter diesen leuchtet (wir liefern wieder nur
Auszug.) — Blasius hervor. Er war in der Ju-
gend ein guter Leibarzt, hernach aber ward er ein
Srelenarzt. Nachdem er in dem Himmel ausge-
nommen worden, ist er der beste Arzt, besonders
in dem Halsweh: dessentwegen werden heute die Häl-
se^mit brennenden Kerzen gesegnet: daher er auch
mit einer brennenden Kerze gemahlk wird. 2. Der
H. Dionysius. Dieser hak, als ihm das Haupt
abgeschlagen worden, dasselbe 2000 Schritt weit in
den Händen fortgetragen, z. Der Herr Erasmus.
Hat schrecklich auegestanden. Erst Prügel, daran
er aber nicht starb. Dann ward er in einen Hafen
voll brennenden Pech, Harz und Schwefel gewor-
fen. Aber er blieb leben. Darauf wurden ihm die
Gedärme aus dem Leibe gezogen. Und auch daran
starb er nicht. Da ihn endlich der Tyrann noch mehr
peinigen wollte, ist er von einem Engel in ein andres
Land geführt, und von da in den Himmel kranSpor-
tirt worden.,, — Wer kanns länger aushalten?—
O bcrrogne Betrüger.' möchtet ihr bedenken, daß
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