Allgemeine theologische Bibliothek — 5.1775 [VD18 90309928]

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erlitt eine totale Revolution durch eine völlige Was-
serüberschwemnumg, (dieß ist der mnn) was auch
jetzt noch die sonderbare Beschaffenheit der verschie-
denen Erdschichten, die nicht wohl von der soge-
nannten Sündflut Herkommen kann, vermuthen
laßt — Gort brachte aus dieser ausgebrannten
Maffe eines alten Wetrkörpers einen neuen hervor
(hierbey wird das, was v. 14. von der Hervor^
bringung der Gestirne erzählt wird, sehr richtig
optisch erklärt) „der Lauf der Gestirne sey nach
der Hervorbringung der neuen Erde geordnet wor-
den, und habe die Einrichtung bekommen, die er
seit dieser Zeit habe, damit Jahreszeiten, erste
Tage, Monate und Jahre könnten berechnet wer-
den und mit ^konstruirt.) — Moses
redet nicht als Astronom, das jvar sein Beruf
nicht. Wahrscheinlich wußte er auch nicht anders,
als was er mit seinen bloßen Augen zu sehen glaub-
te, daß nemlich die Sonne rc. sich um die Erde
bewege. Aber so viel sieht man doch aus der gan-
zen mosaischen SchöpfungSerzahlung, daß es wahr
ist, was der Verfasser der ältesten Erd- und Men-
schengeschichte bloß als Physiker vermuthek hat, daß
der alte Erdboden, so wie der Mond, eine von
seinem jetzigen Gange verschiedne Richtung und
Bewegung um die Sonne gehabt habe. Nach die-
ser Erklärung verschwinden auch alle ohnedem ost
mit so vieler Gelehrsamkeit und Unsinn geführte
Streitigkeiten über das L^ux Ueber
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