Allgemeine theologische Bibliothek — 5.1775 [VD18 90309928]

Seite: 140
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140 Coners Trauerreden.
2) von dem durch das Evangelium ans Licht ge-
brachte Leben und unvergänglichem Wesen; z)
über den Satz: Gore ist der Herr über Leben und
Tod; 4) von der seligen Wachsamkeit der Chri-
sten auf die Zukunft ihres Herrn. Wir fordern
Von dergleichen Kasualreden, wenn sie sollen in
Druck gegeben werden, daß sie eben nicht nach
dem ganz gemeinen Schlage sind; und dieß müssen
wir gleichwol von diesen Trauerreden sagen. Hr. C.
sagt zwar, daß er sie aus das Verlangen werthee
Freunde (vermutlich der Anverwandten von den
Verstorbnen, bey deren Grab sie sind gehalten
worden) herausgegeben habe, und hoft, man
werde ihnen die sehr nöthige Nachsicht nicht versa-
gen, da man wisse, wie eingeschränkt die Zeit zur
Abfassung dergleichen Gelegenheitöreden fey, daher
Man nur die ersten Gedanken als die besten
niederschreibe; an Aenderungen habe er nicht wei-
ter denken können. Allein dieß sehen wir nicht
ein. Wenn Hr. C. etwas hätte herausgeben wol-
len, das das Publikum nur einigermaßen imereßi-
ren sollte: so hätte er freylich an Aenderungen den-
ken sollen. Man fordert ja nicht vondem besten Pre-
diger, wenn er Predigten herausgeben will, daß
sie sogleich von der Kanzel zum Verleger kom-
men , sondern daß er sich erst Zeit nehme, sie
vorher noch auszubessern. Ein anders ist, eine
Predigt halten, ein anders, sie in Druck geben.
Da Hr. C. diese Trauerreden hielt, mochten sie
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