Allgemeine theologische Bibliothek — 5.1775 [VD18 90309928]

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764 Briefe zweener Brüder Jesu.
§am, dre Schriften des N. T. alls den Gegend<n
^u erklären, wohin sie eigentlich gehören. Dre
Stellen, welche er hier cnrs Zend-Avesia erläu-
tert, sind folgende: v. 6. Die Engel, die ihren
Ursprung nicht erhielten rc. -— v. 7. Sodom
und Gomorrha haben nachgehurr rc. — v. 8. Die
Herrschaften verachten, und Majestäten lästern rc.
v. 9. Die Geschichte vom Hader Michaels und
des Teufels rc. -- v. 14. Die Weissagung
Enochs rc. — Die sieben Jahrtaufende der Welk
schreiben sich aus Enochsfagen her, nach dem Bilde
der Schöpfungötage. Petrus giebr blos Wink.—
Eirr Tag vor dem Herrn ist taufend Jahre. —
v. 22. Haltet Unterfcheid. Dieser erbarmet Euch;
jene rettet, mir Furcht, als ob ihr sie dem Feuer
entrisset rc. S. 86. So klare die Parfenfprache
auf, und die Gegend, wo Judas schrieb. Nun
noch die Frage: Für wen schriebJudas? Für wem
warne er? für Gnostiker etwa? nein! Judas war
selbst Gnostiker; seine Gegner waren die stachen,
sinnlichen Epikurer, die Philosophen der Religion
nach dem gesunden Menschenverstände, die so viel
nahmen, als ihnen beliebte, das Uebrige wegde-
monstrirten, und dabey ihres Körpers und äusser-
lichen Wohlstandes pflegten.
Schluß. Dies sind die Briefe der zween Brü-
der Jesu. Jakobus ist ernst, bescheiden; Judas'
voll Feuers. Dem lezrm drückt Petrus sein apo-
stolischem
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