Allgemeine theologische Bibliothek — 5.1775 [VD18 90309928]

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Abhandlungen
nicht überhaupt hindern und unterdrücken, und
man kann es ohne Tyrannei) und großen Schaden
der Wahrheit nicht khun. In diesem Fall ist also
auch der bedrauende Vorwurs der Theologen nicht
so fürchterlich, daß dieser oder jener wider die
symbolischen Schriften etwas gesagt oder gelehrt
habe, und es ist ein wunderlicher Eiser, derglei-
chen Männern öffentlich anzumuthen, daß sie ihr
Amr in der Kirch oder auf der Akademie niederle-
gen sollen. Eine Sache, die, wie man weiß, in
unfern Tagen und erst kürzlich geschehen ist, und
im Grunde nichts anders, als eine Aufforderung
an ihre Landesregenren heissen kann, solche Man-
ner ihrer Dienste zu entlasten. Ich hoffe, man
wird es fühlen, wie viel auf die richtige und be-
scheidene Beantwortung der vorgelegten Frage
ankomme?
Man muß überdies, wo man Freyheit zu den-
ken und zu lehren, und Verbindlichkeit zu den
symbolischen Schriften nicht gehörig zu verbinden,
beede zu behalten und beede einzuschranken weiß,
fast nothwendig auf der einen sowot, als auf der
andern Seite auf Ausschweifungen verfallen, von
denen es schwer zu sagen wird, welche dersilben
die gefährlichsten seyn möchten. Denn, entweder
wird man in seiner vermevnren Untersuchung
furchtsam und sklavisch: sie ist also das nicht, was
sie seyn sollte: oder man bekomme auch unversehens
eine
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