Allgemeine theologische Bibliothek — 5.1775 [VD18 90309928]

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270 Abhandlungen.
die mrs ein untersuchendes Gemüth, das nicht von
Vorurteilen des Ansehens gefesselt ist, gar zu
wenig Eindruck machen können. Es werden auch
in diesen Sätzen offenbar Dinge vorausgesetzt, die
der Gegentheil gerade noch bestreitet, der sich unter
Kirche und Wahrheit ganz etwas anders denkt.
Und kurz l es noch einmal zu sagen: wenn die
Folgen noch so bedenklich waren und das Recht
noch so gegründet, so können wir, nach dem Fun-
damenralgesetz unsrer Kirche, der Gewissensfrei-
heit nichts vergeben. Daß aber dieser durch die
symbolischen Bücher kein Eintrag geschehe, ist durch
jene Ausflüchte oder Bemerkungen, so viel ich ur-
theilen kann, noch lange nicht bewiesen. Viel-
mehr haben die grösten Theologen zugestanden,
daß c llemal einiger Zwang von der Verpflichtung
auf diese Schriften unzertrennlich sey.
Daher haben sich diejenigen, welche noch um
der Folgen willen über dem Concordienbuch ge-
halten wißen wollen, auf andere Auswege beson-
nen, damit die Freyheit in Religionövorstellun-
gen nicht Noth dabey leiden möchte. Dahin ge-
hört der Gedanke, den schon mehrere gehabt ha-
ben , daß man die symbolischen Bücher verbes-
sern sollte.
Aber Verbessern? ruft man ihnen geschwind
entgegen. Und wie dann? Auf die Nebendinge,
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