Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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46 Erläuterungen zum N Test.
will. Lange nach der Himmelfahrt Jesu kam Pau-
lus nach Ephesus und fand Johanneöiünger. „Habt
ihr den Helt. Geist empfangen ihr seyd gläubig wor-
den? „ „ Wir haben auch nicht gehört ob der heil.
Geist schon da sey. „ Worauf seyd ihr denn ge-
tauft? „ Auf Johannis Taufe. „ Und er befahl sie
zu taufen im Namen Jesu, und legte die Hände
auf sie und sic cmpfiengen den Geist. „ Das bis-
hcrgesagre: das ausdrückliche Wort Johannes:
Ich taufe mit Wasser, er wird euch mit dem
heil. Geiste taufen: die Stelle: der Geist war
noch nicht da, denn Jesus war noch nicht verkla-
ret. (Apost. 19, 4.) Sölten die nicht alles deut-
lich machen, und zeigen was das für ein Gethun
gewesen, da man bald die Jünger Johannes zu Un-
wissenden einer Kathechismuöfrage, bald Paulus
zum Wiedertäufer hat machen, bald beweisen wol-
len , daß sic nicht zum zweykenmal und so unwis-
send getauft worden. Aber hier ist doch das noch
uncrörtcrt, worauf cs doch ankommt: Warum mu-
sien sie dann um den Gcsst zu empfangen, erst auf
Jcsum getauft seyn? Mit der Taufe hat ia das Em-
pfangen des Geistes kemc Connepwn. Ich glaube
aber allerdings in sofern, daß keiner ihn kriegen
konnte, der nicht auf Jcsum getauft war. So ist
nun erst Mes klar. „ —

2. Wa-
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