Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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64 Ioh. Göttlich Zöllners
rungcn berufen. Diese allgemeine Meynung vor
dieWürklichkeiteincrOffenbahrung ist ohne eine hi-
storische Nachricht von der Würklichkeit derselben
nicht begreiflich. Und eben so auch das darauf fol-
gende: daß die Offenbahrung alt und bald im An-
fänge der Welt dergleichen vorgcgangen scyn muß.
Dann da dergleichen zur zeitigen und allgemeinen
Einführung einer Religion unter den Menschen
unentbehrlich gewesen; Gott aber die Reli-
gion zeitig und bald anfänglich als einen Endzweck
von der Schöpfung gewollt hat; so folgt, daß er sich
ihnen bald am Anfänge geoffenbahret haben muß.
Und noch mehr: hat ßch Gott gleich den Stamm-
eltern des menschlichen Geschlechts geofsenbahrt, so
ist solches ein schickliches Mittel gewesen, die Osfen-
bahrung ohne unnütze Vervielfältigung des Offen-
bahrungSwundcrö allgemein zu machen. Eben fo
zweydeutig und falsch ist auch S. 77. daß die Offen-
bahrung Gottes möglichst allgemein sey müße. Frey-
lich bcwießen, aber aus Prämissen, die eben so falsch
sind, wie der bewießene Satz.
Merkmale einer Offcnbahrung Gottes— ganz
nach dem gewöhnlichen Leiste.
i) Sie muß alles enthalten und leisten, (was
der Systematicker von ihr zu fodcrn für gut flndt) um
des willen eine Offcnbahrung dem menschlichen Ge-
schlecht nützlich und unentbehrlich ist. 2) Sie
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