Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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von der Genugthmmg Jesu. 22Z

eines andern gestraft werden. Auch ein Knabe
wiste, daß diese Bedeutung irr dem Ausspruch Got-
tes liege: der Sohn soll nicht tragen die Mistethat
Les Vaters, noch der Vater die Mistethar des
Sohns,
Von der andern Gattung der hieher gehörigen
Schriftstellcn, führet er nur eine einige an, nem-
lich 2 Cor. 5, 2I. Sünde , sagt er, so wie Ge-
rechtigkeit stehe hier als das ubüruäium pro con-
creto ; es heiße so viel, als Gott har Jesum für
uns zum Sünder gemacht; und das müsse so viel
sagen: Gott hat ihn, wie einen Sünder, behan-
Lelt, damit, daß er die durch die Sünden der Men-
schen verwürktc Strafen, anstatt sie an den Men-
schen zu vollziehen, an ihm vollzogen hat. Und
Lurch diese Erklärung der ungezogenen Stellen, be-
hauptet Hr. D., seye die ganz Sache
ausgemacht; wer da nicht Ächt sehe, muffe ganz
blind seyn.
Dessen ungeachtet wollen wir unsre Mcynung
sagen.
Es wäre zu wünschen, Hr.D, hakte mehr Mü-
he angewendet, um die allgemeine Erwartung zu
befriedigen. Der Ausdruck, daß Jesus die Sun-
Len der Menschen getragen habe, scheint kein hin-
länglicher Beweisgrund für die Gemrglhuung Jesn
zu
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