Allgemeine theologische Bibliothek — 6.1776 [VD18 90309928]

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Er macht dm Anfang mit einer großen wichtigen
Klage, über die nachteiligen Folgen, wenn man-
che so ein Buch nach dem andern aus dem ohnehin
nicht zu dicken Kanon hinauswcrfen;— meint, die
Frage von der Esther scy doch auch eine der Reli-
gion wichtige Untersuchung, und stellt sich, als
wenn die ganze Kirche in Flammen stände, wenn
einer die Göttlichkeit der Esther in Zweifel zieht.
Darauf verspricht er die Sache außer allen Zweifel
zu setzen, erklärt sodenn den bekannten Gennin-
spruch Tr-LLa-L , und gualt stch zu¬
letzt mit der so oft verzerrten Stelle in; Iosephus,
Ian. 1. aonrru ^pion. H. F. wo Iosephus mit aller
Gewalt Esther als ein besonders biblisches Buch ge-
zahlt haben soll. Und so viel für dismaU Die
jnnern Schwierigkeiten der Geschichte Esther, Ha-
man, Mardochai u. s. w. will Herr A. in der fol-
genden Diss. beantworten, so daß ihn; auch nicht
der pervic?.Lichmu5 quillam seinen Beysall versagen
soll. Wir an unserm Theil wünschen ihn; diesen
Veyfall von ganzen Herzen, erbitten uns aber die
Erlaubnis; mir den meisten unser verständiger Leser
von ihm ein bisgen dissentiren zu dürfen, die wir
überhaupt wünschen, daß der geschickte Hr. V. sei-
ne Gelehrsamkeit auf einen gescheitem Gegenstand
verwandt harte.
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